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Kleine Hunderassen: beliebte Rassen im Vergleich

Kurze Antwort

Zu den kleinen Hunderassen, grob gesagt Hunden unter etwa 10 kg im Erwachsenenalter, zählen Yorkshire Terrier, Shih Tzu, Toy- und Zwergpudel, Malteser, Mops, Französische Bulldogge und Zwergspitz (Pomeranian). Die FCI ordnet Rassen nicht nach Größe, sondern nach ursprünglicher Aufgabe, daher kann ein kleiner Hund ein Terrier, ein Spitz oder ein Begleithund sein. Die geringe Größe erleichtert das Leben in der Wohnung, aber jede Rasse hat eigene Ansprüche an Fell, Bewegung und Gesundheit.

In diesem Artikel
  1. Was als „kleine“ Rasse gilt
  2. Beliebte kleine Rassen und ihre Einordnung
  3. Was die geringe Größe an Pflege verlangt
  4. Klein heißt nicht einfach

Was als „kleine“ Rasse gilt

Eine offizielle Kategorie „klein“ gibt es nicht. Die FCI erkennt 364 Rassen an und ordnet sie in zehn Gruppen nach Aufgabe und Typ, nicht nach Größe. In Deutschland ist der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) Vollmitglied der FCI. Im Alltag und im Handel nennt man Rassen „klein“, wenn Erwachsene bis etwa 10 kg wiegen. Das ist eine nützliche Orientierung für Platz und Handling, keine feste Grenze.

Beliebte kleine Rassen und ihre Einordnung

Rasse FCI-Gruppe Praktischer Hinweis
Yorkshire Terrier 3 – Terrier Langes Fell, häufiges Bürsten
Shih Tzu 9 – Gesellschafts- und Begleithunde Fell und Augen brauchen regelmäßige Hygiene
Pudel (Toy/Zwerg) 9 – Gesellschafts- und Begleithunde Fell wächst ständig, regelmäßiges Scheren
Malteser 9 – Gesellschafts- und Begleithunde Langes weißes Fell, tägliche Pflege
Mops 9 – Gesellschafts- und Begleithunde Brachyzephal: auf Hitze und Atmung achten
Französische Bulldogge 9 – Gesellschafts- und Begleithunde Brachyzephal: keine Anstrengung bei Hitze
Zwergspitz / Pomeranian 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp Dichtes Doppelfell, ständiges Bürsten

„Klein“ heißt also nicht „Begleithund“: Der Yorkshire ist bei der FCI ein Terrier, und der Zwergspitz ist die kleinste Form des Deutschen Spitzes. Jede Liste der „beliebtesten“ kleinen Rassen schwankt je nach Land, Quelle und Jahr; nehmen Sie sie als Orientierung, nicht als Statistik.

Yorkshire Terrier mit langem stahlblau-lohfarbenem Fell
Illustration: Yorkshire Terrier, stahlblau und lohfarben
Shih Tzu mit langem weiß-goldenem Fell und hochgebundenem Schopf
Illustration: Shih Tzu, langes Fell und kurze Schnauze
Apricotfarbener Toy-Pudel mit lockigem Fell
Illustration: Toy-Pudel, lockiges Fell
Malteser mit langem, rein weißem Fell auf einem Sofa
Illustration: Malteser, langes weißes Fell
Falbfarbener Mops mit schwarzer Maske und Ringelrute
Illustration: Mops, eine brachyzephale Rasse
Gestromte Französische Bulldogge mit Fledermausohren
Illustration: Französische Bulldogge, eine brachyzephale Rasse
Orangefarbener Zwergspitz mit vollem, flauschigem Fell
Illustration: Zwergspitz (Pomeranian), dichtes Doppelfell

Was die geringe Größe an Pflege verlangt

  • Fütterung: Menge und Art des Futters hängen von Alter, Gewicht und Gesundheit ab. Ein Startwert liefert der Hundefutter-Rechner; Feinheiten klären Sie mit der Tierarztpraxis.
  • Kälte: Sehr kleine Hunde verlieren schneller Wärme und brauchen an kalten Tagen eventuell Schutz.
  • Stürze und Kinder: Ein zierlicher Körperbau verlangt Vorsicht bei Sprüngen, Tritten und wildem Spiel.
  • Kurzköpfige Rassen: Mops und Französische Bulldogge brauchen besondere Vorsicht bei Hitze und Anstrengung; jedes Atemzeichen gehört in die Tierarztpraxis. In Deutschland verbietet § 11b Tierschutzgesetz Zucht, bei der erblich bedingt umgestaltete Körperteile den Nachkommen Schmerzen, Leiden oder Schäden erwarten lassen. Achten Sie beim Kauf auf Elterntiere, die frei atmen.
  • Gesundheitsvorsorge: Impfungen, Parasitenschutz und Kastration planen Sie mit der Tierarztpraxis.

Klein heißt nicht einfach

Die Größe löst einen Teil der Platzfrage, ersetzt aber nicht Spaziergänge, Beschäftigung und Erziehung. Viele kleine Hunde stecken voller Energie und entwickeln ohne feste Routine unerwünschte Gewohnheiten (siehe Hundetraining). Bevor Sie nach Aussehen wählen, denken Sie an Ihre Zeit, an die Menschen im Haushalt und daran, wie viel tägliche Pflege Fell und Gesundheit der Rasse verlangen. Auch im Tierheim gibt es kleine Mischlinge, die hervorragende Begleiter sind. Rasseporträts: Shih Tzu, Malteser und Chow Chow.

Häufige Fragen

Ist eine kleine Hunderasse besser für die Wohnung?

Die geringe Größe hilft beim Platz, reicht aber nicht. Auch kleine Hunde brauchen tägliche Spaziergänge, Beschäftigung und Erziehung. Wägen Sie Ihre verfügbare Zeit und den Alltag der Rasse ab; die Größe ist nur ein Faktor von mehreren.

Leben kleine Rassen länger als große?

Kleinen Hunden wird oft ein längeres Leben nachgesagt, doch die Lebensdauer hängt stark vom einzelnen Hund, der Genetik und der Pflege ab, eine feste Regel nach Größe gibt es nicht. Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis nach Lebenserwartung und Gesundheit Ihres eigenen Hundes.

Brauchen Mops und Französische Bulldogge besondere Pflege?

Ja. Es sind kurzköpfige (brachyzephale) Rassen, die bei Hitze und körperlicher Anstrengung besondere Aufmerksamkeit brauchen. Jedes Atemproblem sollte tierärztlich beurteilt werden; dort erfahren Sie auch, wie Sie damit im Alltag umgehen.

Wo kann ich nachlesen, wie eine kleine Rasse wirklich ist?

Im offiziellen Rassestandard der FCI, den in Deutschland der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) als FCI-Mitglied vertritt. Er beschreibt Größe, Körperbau und ursprüngliche Aufgabe jeder Rasse, statt sich auf lose Beschreibungen im Internet zu verlassen.

Quellen

  1. Fédération Cynologique Internationale: Vorstellung der Organisation und Zahl der anerkannten Rassen (auf Englisch)↗
  2. FCI-Nomenklatur: die zehn Gruppen und anerkannten Rassen der Fédération Cynologique Internationale (auf Englisch)↗
  3. FCI-Mitglieder: Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) als Vollmitglied für Deutschland↗
Alle Quellen anzeigen (4)
  1. Tierschutzgesetz § 11b: Verbot von Qualzuchten↗oficial

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