In diesem Artikel
Eine Hundebox kann für einen Welpen eine Höhle sein: ein ruhiger Schlafplatz, ein sicherer Ort, wenn Sie nicht aufpassen können, und eine große Hilfe bei der Stubenreinheit. Schlecht aufgebaut, wird sie zur Quelle von Panik. Der Unterschied liegt im Tempo. Dieser Ratgeber folgt der Schritt-für-Schritt-Methode aus Crate Training 101 von Humane World for Animals und ergänzt einen Plan für die ersten Nächte.
Wozu die Box gut ist
- Stubenreinheit: Welpen meiden es, ihren Schlafplatz zu verschmutzen. Eine passend große Box hilft ihnen, einzuhalten. Mehr dazu unter Welpe stubenrein bekommen.
- Sicherheit: kein Kabelkauen und keine verschluckten Socken, während Sie duschen.
- Reisen und Tierarztbesuche: Ein boxengewohnter Hund kommt mit Autofahrten und Klinikaufenthalten besser zurecht.
- Ruhe: Welpen brauchen viel Schlaf, und eine Box in einer ruhigen Ecke schützt ihn.
Die richtige Box
| Merkmal | Worauf Sie achten |
|---|---|
| Größe | Stehen, drehen, bequem liegen, ohne Platz für eine „Toilettenecke“ |
| Trennwand | Eine Box in Erwachsenengröße wächst mit dem Welpen einer großen Rasse mit |
| Bauart | Gitter (luftig, faltbar) oder Kunststoff (geschützter, wie eine Transportbox) |
| Liegefläche | Waschbar; entfernen, wenn der Welpe sie zerkaut oder verschmutzt |
| Standort | Ein Raum, in dem die Familie ist; nachts neben dem Bett |
Die vier Schritte
Schritt 1: Box vorstellen. Lassen Sie die Tür offen (oder sichern Sie sie, damit sie nicht zuschlägt und den Welpen erschreckt). Werfen Sie Leckerli davor, dann knapp hinein, dann nach hinten. Schieben Sie den Welpen nicht hinein. Das kann Minuten oder einige Tage dauern.
Schritt 2: Mahlzeiten darin füttern. Stellen Sie den Napf mit jeder Mahlzeit etwas weiter nach hinten. Frisst der Welpe ruhig darin, schließen Sie während des Fressens die Tür und öffnen Sie sie, sobald er fertig ist. Verlängern Sie jedes Mal um ein paar Minuten, bis er nach dem Fressen etwa 10 Minuten ruhig bleibt. Fiept er, waren Sie zu schnell.
Schritt 3: Kurze Zeiten üben, während Sie zu Hause sind. Geben Sie ein Signal wie „Box“, ein Leckerli, schließen Sie die Tür und setzen Sie sich fünf bis zehn Minuten in die Nähe. Dann verlassen Sie kurz den Raum, kommen zurück, setzen sich ruhig hin und lassen ihn heraus. Steigern Sie bis zu 30 Minuten, in denen Sie außer Sichtweite sind.
Schritt 4: Nachts und für kurze Abwesenheiten. Variieren Sie, wann Sie den Welpen vor dem Weggehen in die Box bringen, damit sie nicht den Abschied ankündigt. Gehen und Kommen bleiben unaufgeregt.
Plan für die erste Woche
| Nacht | Was Sie tun |
|---|---|
| 1 | Box neben dem Bett. Letzter Gang direkt vor dem Schlafen. Ein oder zwei ruhige Gänge, wenn der Welpe aufwacht; kein Spiel. |
| 2 | Gleicher Ablauf. Wasser etwa 2,5 Stunden vor dem Schlafen weg. Notieren, wann der Welpe aufwacht. |
| 3 | Wecker 15 bis 30 Minuten vor die übliche Aufwachzeit stellen und hinausgehen, bevor er weint. |
| 4 | Nächtliche Gänge langweilig halten: Leine, Lösestelle, Belohnung, zurück in die Box. |
| 5 | Schläft der Welpe gut, den Wecker etwas später stellen. |
| 6 | Zum Schlafen ein kausicheres Spielzeug oder ein Futterspielzeug dazugeben. |
| 7 | Bilanz: Die meisten Welpen kommen jetzt schneller zur Ruhe. Box neben dem Bett lassen, bis die Nächte ruhig sind. |
Laut Humane World for Animals schlafen viele Welpen etwa sieben Stunden ohne Pause, junge Welpen sind aber sehr unterschiedlich. Richten Sie sich nach Ihrem Welpen, nicht nach der Uhr.
Zeitgrenzen und Alleinsein
Welpen unter sechs Monaten sollten tagsüber nicht länger als drei bis vier Stunden am Stück in der Box bleiben. Dieselbe Vorsicht gilt für erwachsene Hunde, die noch nicht stubenrein sind. Für lange Arbeitstage ist die Box keine Lösung: Organisieren Sie Besuche am Mittag oder einen Gassigänger.
Unabhängig von der Box schreibt die Tierschutz-Hundeverordnung vor, dass Welpen bis zur 20. Lebenswoche täglich mindestens vier Stunden Umgang mit einer Betreuungsperson bekommen und Hunde ausreichend Auslauf im Freien haben. Ein Welpe, der den Tag überwiegend allein in einer Box verbringt, passt damit nicht zusammen. Wer täglich viele Stunden außer Haus ist, sollte überlegen, ob gerade der richtige Zeitpunkt für einen Welpen ist.
Fiepen in der Box
Fragen Sie zuerst: Muss der Welpe hinaus? War er gerade draußen, ignorieren Sie kurzes Fiepen, denn Herauslassen lehrt, dass Fiepen die Tür öffnet. Hält es mehrere Minuten an, geben Sie Ihr Signalwort fürs Lösen; wird er aufgeregt, gehen Sie gezielt hinaus und dann zurück. Wird aus Fiepen Panik (Speicheln, wildes Kratzen, Verletzungen), hören Sie auf und gehen Sie zu früheren Schritten zurück. Das kann auf Trennungsstress hinweisen, der einen anderen Plan und manchmal die Tierarztpraxis braucht.
Box und Stubenreinheit zusammen
| Zeitpunkt | Was passiert |
|---|---|
| Aufwachen | Aus der Box → direkt zur Lösestelle |
| Nach dem Lösen | Freie Zeit unter Aufsicht |
| Spiel endet / Welpe gähnt | Lösen → Schläfchen in der Box |
| Nach dem Schläfchen | Direkt zur Lösestelle |
| Vor dem Schlafen | Letzter Gang → Box |
Was in die Box gehört
- Liegefläche: waschbare Matte oder Decke; entfernen, wenn sie zerkaut oder verschmutzt wird.
- Sichere Kauartikel: stabile Spielzeuge in passender Größe, nichts, was in Stücken verschluckt wird.
- Wasser: für kurze Zeiten meist nicht nötig; bei längerer Begrenzung lieber ein Welpenauslauf.
- Abdeckung (optional): Eine leichte Decke über einer Gitterbox hilft manchen Welpen; Belüftung frei lassen.
- Nichts, was strangulieren kann: Halsband mit Anhänger abnehmen, keine losen Kabel in der Nähe.
Häufige Fehler
- Die Box als Strafe nutzen.
- Den Hund den Großteil des Tages einsperren.
- Von Schritt 1 direkt zu einer ganzen Nacht oder einem Arbeitstag springen.
- Eine so große Box, dass der Welpe ein Ende als Toilette nutzt.
- Kinder an den Gittern rütteln oder hineinfassen lassen. Die Box ist die Ruhezone des Welpen.
Zeichen für langsamer machen oder Hilfe holen
- Speicheln, Hecheln oder verzweifelte Ausbruchsversuche;
- Verletzungen an Pfoten oder Maul;
- Verschmutzen der Box, obwohl der Welpe gerade draußen war;
- Stress, der auch ohne Box auftritt, sobald Sie gehen.
Sprechen Sie dann mit Ihrer Tierarztpraxis und ziehen Sie eine Trainerin oder einen Trainer hinzu, die mit Belohnung arbeiten. Wenn der Welpe zuverlässig ist, erweitern Sie den Raum Zimmer für Zimmer und lassen die Box offen stehen; viele Hunde nutzen sie ein Leben lang als Rückzugsort. Wie es weitergeht, zeigt die Welpenerziehung nach Alter. Mehr im Ratgeber Hundetraining.
Häufige Fragen
Wie lange dauert das Boxentraining?
Von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen, je nach Alter, Temperament und Vorerfahrung des Welpen. Langsam ist am Ende schneller: Ein Welpe, der in der Box in Panik gerät, muss wieder von vorn anfangen.
Wie lange darf ein Welpe in der Box bleiben?
Humane World for Animals rät bei Welpen unter sechs Monaten zu höchstens drei bis vier Stunden am Stück, weil sie die Blase nicht länger kontrollieren können. Nachts schlafen viele Welpen etwa sieben Stunden mit einer ruhigen Pause zum Lösen.
Soll ich den Welpen in der Box weinen lassen?
Kurzes Fiepen können Sie ignorieren, wenn der Welpe gerade draußen war, bestrafen Sie es aber nie. Hält es mehrere Minuten an, gehen Sie an der Leine kurz und langweilig hinaus und dann zurück. Anhaltende Panik heißt: Sie waren zu schnell, gehen Sie einen Schritt zurück.
Wo steht die Box in der Nacht?
In den ersten Wochen neben Ihrem Bett. Welpen beruhigen sich schneller, wenn sie Sie hören und riechen, und Sie merken, wenn sie hinausmüssen. Später können Sie die Box schrittweise umstellen.
Wie groß muss die Box sein?
Groß genug, dass der Welpe stehen, sich drehen und bequem liegen kann, aber nicht so groß, dass er an einem Ende schläft und sich am anderen löst. Für große Rassen eignet sich eine Box in Erwachsenengröße mit Trennwand, die mitwächst.
Ist Boxentraining Tierquälerei?
Nicht, wenn es schrittweise aufgebaut und die Box für vernünftige Zeiträume genutzt wird. Sie gibt dem Welpen einen sicheren Ruheplatz. Zum Problem wird sie, wenn der Hund den Großteil des Tages darin verbringt oder zur Strafe hineinmuss.
Quellen
- Crate training 101↗
- How to potty train your dog or puppy↗
- Position Statement on Humane Dog Training (2021) — AVSAB: métodos basados en recompensa y riesgos de los métodos aversivos↗
Alle Quellen anzeigen (4)
Mehr zu diesem Thema
Reaktiver Hund an der Leine: Trainingsplan Schritt für SchrittWelpe stubenrein bekommen: 7-Tage-Plan und TagesablaufWelpenerziehung nach Alter: von 8 Wochen bis 6 MonateAlles zu Hundetraining: belohnungsbasiert, Grundlagen, Hilfe