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Katzenrassen: Rasseporträts, Felltypen und die Wahl
Kurze Antwort
Eine Katzenrasse ist ein Typ, den ein Zuchtverband wie die FIFe, ein internationaler Dachverband nationaler Katzenvereine, oder die US-amerikanische CFA anerkennt. Jede Rasse hat einen schriftlichen Standard für Körperbau, Fell und Wesen, und nicht jeder Verband erkennt dieselben Rassen an. Die meisten Hauskatzen sind keine Rassekatzen; die FIFe führt für sie einen eigenen Standard für Hauskatzen.
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Der komplette Ratgeber zum Thema
Wer entscheidet, was eine Katzenrasse ist
Bei Hunden gibt es mit der FCI einen dominierenden internationalen Dachverband. Bei Katzen nicht. Mehrere Zuchtverbände führen eigene Rasselisten und Standards. Dieser Ratgeber stützt sich auf zwei:
- FIFe (Fédération Internationale Féline), ein Dachverband nationaler Katzenvereine, offiziell 1950 gegründet, mit 42 Mitgliedern aus 41 Ländern, die gemeinsame Regeln für Standards, Zucht, Registrierung, Ausstellungen und Richter haben (FIFe).
- The Cat Fanciers’ Association (CFA), 1906 gegründet, nach eigener Darstellung das größte Register für Rassekatzen. Ihre Richter bewerten jede Katze anhand eines schriftlichen Standards (CFA).
Daneben gibt es weitere Verbände wie TICA. Die praktische Folge: Eine Rasse, die ein Verband anerkennt, erkennt ein anderer womöglich nicht an. Das Lehrbuchbeispiel ist die Scottish Fold: Die CFA akzeptiert sie, auf der Rasseliste der FIFe steht sie nicht.
Ein Rassestandard beschreibt die ideale Katze der Rasse: Kopf, Körper, Fell, zugelassene Farben und oft das erwartete Wesen. Ausstellungsrichter arbeiten damit, und er ist eine viel bessere Grundlage als eine Verkaufsanzeige.
Felltypen
Das Fell ist der erste praktische Filter, weil es den Pflegeaufwand bestimmt:
- Langhaar: die Perserkatze, deren langes, dichtes Fell häufig gekämmt werden muss. Die CFA nennt die Fellpflege bei dieser Rasse eine erhebliche Verpflichtung.
- Halblanghaar: Maine Coon und Ragdoll. Weniger Arbeit als beim Perser, aber rechnen Sie mit Kämmen ein- bis dreimal pro Woche.
- Kurzhaar: Siamkatze, Britisch Kurzhaar und Bengalkatze. Einmal pro Woche bürsten reicht meist.
- Nackt oder fast nackt: die Sphynx. Kein Bürsten, aber regelmäßige Bäder, weil die Haut fettet.
Manche Rassen gibt es in beiden Felllängen, darunter Scottish Fold und Bengalkatze.
Beliebte Rassen im Überblick
Herkunft, Fell und Wesen folgen den Rasseseiten der CFA, die Anerkennung der Rasseliste der FIFe.
| Rasse | Herkunft | Fell | Beschriebenes Wesen | Von der FIFe anerkannt? |
|---|---|---|---|---|
| Perserkatze | Persien (vermutet), in Europa weitergezüchtet | Lang und dicht | Sanft, anhänglich, ruhig | Ja (Kategorie 1) |
| Maine Coon | Neuengland, USA | Dicht, zottig, halblang | Gesellig, sanft, aktiv | Ja (Kategorie 2) |
| Siamkatze | Thailand (früher Siam) | Kurz und fein | Gesprächig, anhänglich, aktiv | Ja (Kategorie 4) |
| Ragdoll | Kalifornien, 1960er-Jahre | Halblang, seidig | Fügsam, gelassen, anhänglich | Ja (Kategorie 1) |
| Britisch Kurzhaar | Großbritannien | Kurz, sehr dicht | Ruhig, gelassen, menschenbezogen | Ja (Kategorie 3) |
| Sphynx | Toronto, Kanada, 1966 | Nackt oder feiner Flaum | Aufgeschlossen, anhänglich | Ja (Kategorie 4) |
| Bengalkatze | USA, aus Kreuzungen mit der Asiatischen Leopardkatze | Kurz (Langhaar kommt vor) | Selbstbewusst, neugierig, sportlich | Ja (Kategorie 3) |
| Scottish Fold | Schottland, 1961 | Kurz oder lang | Anhänglich, ruhig | Nicht auf der Liste |
Die Kategorien der FIFe sind eine interne Einteilung; sie sagen nichts darüber, ob eine Rasse besser oder seltener ist.
So wählen Sie
- Beginnen Sie mit Fell und Zeit. Eine Perserkatze, die nicht gekämmt wird, verfilzt. Wenn Sie nicht oft kämmen können, wählen Sie eine Kurzhaarrasse.
- Passen Sie die Energie an Ihren Alltag an. Bengal und Siam gelten als aktiv und aufmerksamkeitsbedürftig, Britisch Kurzhaar und Perser als ruhig.
- Fragen Sie nach Gesundheitstests der Elterntiere. Die Verbände nennen selbst erbliche Erkrankungen, auf die Züchter testen: polyzystische Nierenerkrankung beim Perser, hypertrophe Kardiomyopathie bei Maine Coon, Ragdoll, Bengal und Sphynx.
- Bedenken Sie die Rechtslage. Das Tierschutzgesetz verbietet in § 11b Zucht, bei der Nachkommen wegen erblich veränderter Körperteile oder Organe Schmerzen, Leiden oder Schäden zu erwarten haben. Das betrifft Diskussionen um Merkmale wie die Faltohren der Scottish Fold.
- Lesen Sie den Standard, nicht die Anzeige. „Teacup“, „Riesen“ oder „seltene“ Farben außerhalb des Standards sind Verkaufssprache.
- Prüfen Sie die Papiere. Erst ein Stammbaum eines anerkannten Verbands macht eine Katze zum Mitglied der Rasse.
Und Hauskatzen ohne Rasse?
Die meisten Katzen in Haushalten sind Hauskatzen ohne Stammbaum, und das ist keine schlechtere Wahl. Die FIFe hat einen eigenen Standard für Hauskatzen, der Gesundheit, Wohlbefinden und Wesen bewertet und jede Farbe, Fellart und Schwanzform zulässt (FIFe-Hauskatzenstandard). Eine erwachsene Katze aus dem Tierheim hat einen echten Vorteil: Sie kennen ihren Charakter schon.
Wie viel Ihre Katze fressen sollte, schätzt der Katzenfutter-Rechner. Dieser Ratgeber informiert und ersetzt nicht den Besuch in der Tierarztpraxis, die die Gesundheit Ihrer Katze beurteilt.