In diesem Artikel
Die Maine Coon ist der „sanfte Riese“ unter den Katzen. Dieses Porträt stützt sich auf die Rasseseite und den Standard der CFA, die sich selbst als größtes Register für Rassekatzen bezeichnet.
Herkunft
Die CFA nennt sie die vielleicht beliebteste Rasse, die in Amerika „geboren“ wurde, mit belegter Geschichte bis in die 1850er-Jahre. Ihre Wurzeln liegen in Neuengland, wohin kurzhaarige Schiffskatzen mit den ersten Siedlern kamen. Mehrere Legenden versuchen das lange Fell zu erklären, darunter eine mit den Türkisch Angora von Marie Antoinette; die CFA behandelt sie als genau das, als Legenden.
Eine braune Tabby namens Cosey wurde 1895 auf der ersten Katzenausstellung der USA zur besten Katze gekürt. Danach verschwand die Rasse aus den Ausstellungshallen und erhielt erst 1976 den Championstatus der CFA. Die FIFe erkennt sie in Kategorie 2 an.
Größe und Gewicht
| Merkmal | Laut CFA |
|---|---|
| Ausgewachsene Kater | oft 20 Pfund (etwa 9 kg) oder mehr |
| Katzen | meist kleiner |
| Ausgewachsen | langsam: bis zu drei Jahre bis zur vollen Größe |
Der Standard schließt Katzen mit zartem Knochenbau aus; Substanz gehört zur Rasse.
Fell und Farben
Das Fell ist schwer und zottelig: an den Schultern kürzer, an Bauch und Hinterbeinen länger, mit seidiger Struktur. Der Schwanz ist lang und buschig, die Ohren sind groß und mit Pinseln besetzt. Der Standard wertet ein kurzes oder zu gleichmäßiges Fell ab.
Zu den Farben gehören einfarbige Katzen, Tabbys (Classic, Mackerel und Ticked), Bicolor, Parti-Color, Shaded, Smoke und Calico. Die Augen können grün, gold oder kupfer sein; weiße Katzen und Katzen mit Weiß dürfen blaue oder verschiedenfarbige Augen haben.
Wesen
Die CFA beschreibt die Maine Coon als gesellig, treu und intelligent, sanft und unkompliziert, aber aktiv:
- Sie wandert lieber von Schoß zu Schoß, statt sich eine Lieblingsperson auszusuchen.
- Wasser mag sie, vom laufenden Hahn bis zur Dusche.
- Sie ist recht eigenständig, fordert aber Aufmerksamkeit, wenn Menschen da sind.
- Mit Kindern und anderen Tieren versteht sie sich.
- Sie gurrt, trillert und schnurrt leise, ohne geschwätzig zu sein.
Pflege und Haltung
- Zwei- bis dreimal pro Woche kämmen, in kurzen Einheiten.
- Nur gelegentlich baden; fragen Sie den Züchter, welche Produkte zum Fell passen.
- Platz zum Klettern: Kratzbäume und Wandbretter, die eine große Katze tragen.
Gesundheit
Die CFA nennt zwei Untersuchungen, die in der Rasse üblich sind:
- Hüftdysplasie, geprüft per Röntgen.
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Erkrankung des Herzmuskels, untersucht mit DNA-Tests und Herzultraschall. 2005 identifizierten Forschende eine Mutation im Gen MYBPC3, die mit der familiären HCM bei Maine Coons verbunden ist (Meurs et al., 2005).
Ob eine Katze die Mutation trägt oder nicht, ist nicht die ganze Geschichte: HCM wird auch per Bildgebung verfolgt, und über die Kontrollen entscheidet die Tierarztpraxis. Dieser Text informiert und ersetzt keinen Tierarztbesuch.
Für wen die Rasse passt
Für Familien, die eine große, gesellige und verspielte Katze wollen und ihr Raum zum Klettern und Bewegen bieten können. Weitere Rassen vergleichen Sie im Ratgeber Katzenrassen.
Häufige Fragen
Wie groß wird eine Maine Coon?
Laut CFA wiegen ausgewachsene Kater oft 20 Pfund, also etwa 9 kg, oder mehr; Katzen sind meist kleiner. Die Rasse reift langsam und braucht bis zu drei Jahre bis zur vollen Größe. Das Idealgewicht einer einzelnen Katze beurteilt die Tierarztpraxis anhand der Körperkondition, nicht anhand einer Tabelle.
Hat die Maine Coon Waschbären als Vorfahren?
Nein. Das „Coon“ im Namen stammt aus einer alten, laut CFA widerlegten Theorie, die Rasse gehe auf Paarungen mit Waschbären (englisch raccoon) zurück, angeregt von den geringelten Schwänzen brauner Tabbys.
Braucht die Maine Coon viel Fellpflege?
Weniger als man denkt. Die CFA gibt den Rat von Züchtern weiter, zwei- bis dreimal pro Woche jeweils etwa fünf bis zehn Minuten zu kämmen, um Haarverlust, Haarballen und Filz zu verringern. Regelmäßiges Baden ist nicht nötig.
Welche Gesundheitstests sollte ein Züchter vorlegen?
Laut CFA röntgen Züchter auf Hüftdysplasie und testen auf hypertrophe Kardiomyopathie mit DNA-Test und Herzultraschall. Fragen Sie nach den Ergebnissen der Eltern; ein DNA-Test ersetzt nicht die lebenslange Kontrolle des Herzens.
Quellen
- CFA — Maine Coon (breed profile and standard: origin, size, coat, temperament, grooming, health testing)↗
- Meurs KM et al. A cardiac myosin binding protein C mutation in the Maine Coon cat with familial hypertrophic cardiomyopathy. Hum Mol Genet 2005;14(23):3587-93. doi:10.1093/hmg/ddi386↗
- FIFe — Recognised breeds by category (categories 1–4, preliminary breeds, house cats)↗
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