Veterinário Raiz

Perserkatze: Rasseporträt, Wesen und Pflege

Kurze Antwort

Die Perserkatze ist nach ihrem vermuteten Herkunftsland benannt und wurde in Europa aus Langhaarkatzen weitergezüchtet, die im 17. Jahrhundert aus Persien kamen. Sie ist mittelgroß bis groß, gedrungen gebaut, mit rundem Kopf, kurzer Nase und langem, dichtem Fell. Die CFA beschreibt sie als sanft, anhänglich und ruhig. Das Fell muss häufig gekämmt werden, die Augen neigen zu Tränenspuren, und die Rasse hatte ein bekanntes Problem mit polyzystischer Nierenerkrankung, das heute über Gentests kontrolliert wird.

In diesem Artikel
  1. Herkunft
  2. Größe und Körperbau
  3. Fell und Farben
  4. Wesen
  5. Pflege und Haltung
  6. Gesundheit
  7. Für wen die Rasse passt

Die Perserkatze ist vielleicht die bekannteste Katzenrasse und eine der pflegeintensivsten. Dieses Porträt stützt sich auf die Rasseseite und den Standard der CFA (The Cat Fanciers’ Association).

Herkunft

Die Rasse trägt den Namen ihres vermuteten Herkunftslandes. Laut CFA brachte der italienische Reisende Pietro della Valle 1626 eine Langhaarkatze mit sehr dichtem Fell aus Persien mit, die sich von den Türkisch Angora unterschied, die zur selben Zeit nach Europa kamen. Züchter verbanden beide Linien zu einer kräftigeren, kurznasigen Katze mit dichtem, seidigem Fell.

Die ersten Perser erreichten die USA Ende der 1880er-Jahre, und die Rasse gehörte 1906 zu den sechs Gründungsrassen der CFA. Die FIFe erkennt sie in Kategorie 1 an.

Größe und Körperbau

Der Standard verlangt eine mittelgroße bis große Katze und betont, dass Qualität wichtiger ist als Größe; eine Gewichtsspanne nennt die CFA nicht. Der Körper ist gedrungen (cobby), mit breiter Brust, schweren Knochen und kurzen Beinen, der Schwanz kurz und buschig. Der Kopf ist rund, die Nase kurz, die Augen groß, rund und weit auseinander. Das Leitmotiv ist Rundheit, bis in die Ohrspitzen.

Fell und Farben

Das Fell ist lang und dicht, steht vom Körper ab und ist fein und glänzend. Die Halskrause ist sehr voll und setzt sich als Latz zwischen den Vorderbeinen fort, dazu kommen lange Ohr- und Zehenbüschel.

Die Ausstellungsfarben sind in sieben Gruppen eingeteilt: einfarbig, Tabby, Silver und Golden, Shaded und Smoke, Parti-Color, Calico und Bicolor sowie Himalaya (Colorpoint mit tiefblauen Augen). Silver und Golden haben grüne oder blaugrüne Augen, die meisten anderen Farben leuchtend kupferfarbene.

Wesen

Die CFA beschreibt die Perserkatze als sanft, anhänglich und ruhig: verspielt, aber gelassen. Perser genießen Aufmerksamkeit, gelten als leicht im Umgang und bleiben lieber am Boden als auf Schränken oder Vorhängen. Die CFA hält sie für geeignet für Kinder jeden Alters und Haushalte mit anderen Tieren.

Pflege und Haltung

  • Häufig kämmen, mit einem Metall- oder teflonbeschichteten Kamm mit groben und feinen langen Zinken, damit sich keine Filzplatten bilden.
  • Gelegentlich baden, immer nach gründlichem Kämmen und Krallenschneiden. Viele überlassen das einem professionellen Katzenfriseur.
  • Augen reinigen mit einem weichen, feuchten Tuch, weil Tränen das Fell verfärben.
  • Früh anfangen: Kätzchen jung an die Fellpflege gewöhnen.

Gesundheit

Zwei Punkte spricht die CFA selbst an:

  • Atmung. Eine extrem verkürzte Nase führte früher zu zu engen Nasenlöchern und damit zu Atemproblemen. Züchter haben das verringert, indem sie betroffene Tiere aus der Zucht nahmen. Geräuschvolles Atmen in Ruhe, schnelle Erschöpfung oder Maulatmung sind trotzdem ein Grund für den Tierarztbesuch.
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD). Diese erbliche Krankheit bildet Zysten in den Nieren. Eine Studie von 2004 identifizierte die verantwortliche PKD1-Mutation und schätzte, dass damals etwa 38 % der Perserkatzen weltweit betroffen waren (Lyons et al., 2004). Laut CFA ist die Krankheit heute durch Gentests und die Kastration betroffener Tiere gut kontrolliert.

Lassen Sie sich die PKD-Testergebnisse der Elterntiere zeigen und stellen Sie das Kätzchen bald nach dem Einzug in der Tierarztpraxis vor. Dieser Text informiert und ersetzt diesen Besuch nicht.

Für wen die Rasse passt

Für Menschen, die eine ruhige, häusliche und anhängliche Katze wollen und wirklich Zeit für Kämmen und Augenpflege haben. Passt diese Routine nicht in Ihren Alltag, wird eine Kurzhaarkatze oder eine Hauskatze ohne Stammbaum bei Ihnen glücklicher. Weitere Rassen vergleichen Sie im Ratgeber Katzenrassen.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Perserkatze gekämmt werden?

Einen festen Rhythmus nennt die CFA nicht, sie behandelt die Fellpflege aber als echte Verpflichtung: Das lange, dichte Fell verfilzt leicht. In der Praxis kämmen Halterinnen und Halter mehrmals pro Woche mit einem Metallkamm mit langen Zinken, und viele nutzen einen professionellen Katzenfriseur.

Warum tränen die Augen von Perserkatzen?

Das flache Gesicht lässt Tränenflüssigkeit stehen, und die CFA weist darauf hin, dass die Augen Spuren hinterlassen und mit einem weichen, feuchten Tuch gereinigt werden sollten. Gelber oder grüner Ausfluss, ein rotes oder zugekniffenes Auge oder eine Trübung sind nicht „rassetypisch“ und gehören in die Tierarztpraxis.

Was ist die polyzystische Nierenerkrankung bei Perserkatzen?

Eine erbliche Krankheit, bei der sich Zysten in den Nieren bilden. Eine Studie von 2004 identifizierte die zugrunde liegende PKD1-Mutation und schätzte, dass damals etwa 38 % der Perserkatzen weltweit betroffen waren. Laut CFA ist sie heute durch Gentests und Kastration betroffener Tiere gut unter Kontrolle. Fragen Sie nach den Testergebnissen der Eltern.

Passt eine Perserkatze zu Kindern und in eine Wohnung?

Die CFA beschreibt die Perserkatze als gelassen; sie bleibt meist am Boden, statt auf Arbeitsflächen und Vorhänge zu klettern, und eignet sich für Kinder jeden Alters und Haushalte mit anderen Tieren. Ihr ruhiges Wesen passt gut zur Wohnungshaltung.

Quellen

  1. CFA — Persian (breed profile and standard: origin, coat, temperament, grooming, PKD and nose-breathing notes)↗
  2. Lyons LA et al. Feline polycystic kidney disease mutation identified in PKD1. J Am Soc Nephrol 2004;15(10):2548-55. doi:10.1097/01.ASN.0000141776.38527.BB↗
  3. FIFe — Recognised breeds by category (categories 1–4, preliminary breeds, house cats)↗

Mehr zu diesem Thema

Ragdoll: Größe, Wesen und Haltung der RasseScottish Fold: Faltohren, Wesen und GesundheitSiamkatze: Rasseporträt, Wesen und PflegeSphynx-Katze: Nacktkatze, Wesen und PflegeAlles zu Katzenrassen: Rasseporträts, Felltypen und die Wahl